Wer auf der Suche für einen entspannten Urlaub nach einer Mittelmeer-Insel ist, die im Sommer nicht allzu überlaufen wird, der sollte dem griechischen Eiland Ikaria eine Chance geben. Ikaria gehört eher zu den größeren Inseln, ist aber dünn besiedelt und zum Teil auch sehr einsam. Auf ihr leben rund 8000 Menschen. Zu finden ist die Insel in der nördlichem Ägäis, und ihr Name wurde von der berühmten griechischen Ikarus-Sage abgeleitet. Luxus und Animation in den Unterkünften lassen sich auf der Insel nur selten finden. Liebhaber schwärmen aber von der Einfachheit der Insel, viel unberührter Natur und sehr freundlichen Bewohnern.
Wissenswertes über die Insel Ikarus
Der Hauptort der Insel trägt den Namen Agios Kirykos. Das Ortsbild wird von einer Reihe weiß getünchter
Häuser und einem kleinen Hafen mit Fähranleger geprägt. Fährverbindungen von dort aus bestehen nach Piräus auf dem Festland, Samos und einigen anderen Inseln. In Agios Kirykos ist ein Standbild von Ikarus und dessen Vater Dädalus zu finden.
Der griechischen Mythologie nach soll Dädalus Ikarus nach dessen Absturz, weil dieser der Sonne mit seinen selbst gebastelten Flügeln zu nah gekommen war, auf der Insel begraben haben. Auf der Insel gibt es ferner eine Reihe an heißen Thermalquellen, die Temperaturen von 50 Grad erreichen und sehr schwefelhaltig sind. Sehr sehenswert sind die beiden Fischerorte Armenistis und Gialiskari.
Schroffe Schluchten, sanfte Hügel
Landschaftlich geprägt wird die Insel von ihren vielen Bergen und Schluchten, aber auch einigen sanften Hügeln. Im Südwesten gibt es eine Hochebene. Wie auf fast allen griechischen Inseln ist die Vegetation als eher spärlich zu beschreiben, zwischendurch gibt es allerdings den ein oder anderen Wald.
Ein Flughafen ist vorhanden, der unter anderem Athen und noch ein paar weitere Ziele in Griechenland verbindet. An den internationalen Flugverkehr ist er aber nicht angeschlossen, was verhinderte, dass sich der Massentourismus auf der Insel ausbreiten konnte. Neben dem Tourismus gilt die Landwirtschaft als zweiter wesentlicher Wirtschaftszweig.
Schöne Strände, schöne Hotels
An ihrer Küste besitzt die Insel eine Reihe an sehr schönen Stränden, an denen gebadet und auch anderer Wassersport betrieben werden kann. Auch getaucht und gesurft werden kann dort sehr gut. Immer wieder lässt sich auch die ein oder andere Bucht entdecken, in denen man vor allem in der Nebensaison oft auch ganz alleine seine Zeit verbringen kann. Die Gesamtlänge der Küste beträgt 168 Kilometer.
In den Bergen können sehr gut Wanderungen oder auch Touren mit dem Mountainbike unternommen werden, und selbst Kletterbegeisterte finden an den bis 1100 Metern Hängen perfektes Terrain für ihren Sport vor. Die Insel verfügt über eine ganze Reihe an schönen Hotels, zumeist sind diese aber einfach gehalten.
Daneben gibt es einige Ferienwohnungen und auch ein paar private Unterkünfte, in denen übernachtet werden kann. Ein Mietwagen kann beispielsweise in Agios Kirykos gebucht werden. Bei der Auswahl des Wagens empfiehlt sich ein etwas robusteres Modell, weil einige Straßenabschnitte nicht wirklich ausgebaut sind.
Griechenland auf sehr ursprüngliche Art kennenlernen
Wer nach Ikaria kommt, der lernt ein Stück sehr ursprüngliches Griechenland kennen. Die Menschen leben dort zumeist in einfachen Verhältnissen, sind aber trotzdem sehr warmherzig und gastfreundlich. Wer sich mit der typisch griechischen Landesküche vertraut machen möchte, der wird in einigen Tavernen und Restaurants fündig und sehr gut bedient. Zu bereisen ist die Insel ganzjährig, denn auch Winter bleiben die Temperaturen in der Regel immer im zweistelligen Bereich.
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